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Stressabbau – mit Atemtechnik in die Entspannung

Es ist fast schon Alltag, dass wir unter den heutigen Lebensbedingungen sehr oft und sehr lange in Stress geraten. Tagtäglich sind die meisten von uns von Verkehrslärm umgeben und rennen im Hamsterrad eines hektischen Arbeitsalltags inmitten flimmernder Bürolichter. Was fällt dir auf, wenn du durch die Stadt läufst? Wir sind umgeben von unzähligen Werbeplakaten, die behaupten, dass wir erst ein bestimmtes Produkt brauchen, um endlich cool oder gut genug zu sein. Dazu kommt die Informationsflut der Massenmedien, dass die Welt überwiegend schlecht sei. Das ist zum Haare raufen, erzeugt viel Druck und letztendlich Stress. Darunter leiden nicht nur wir persönlich, sondern auch unsere Beziehungen. Auch unsere Möglichkeiten, das Leben aktiv und mit Freude zu gestalten sind dadurch stark beeinträchtigt. Viele Menschen sehnen sich nach Stressabbau, weshalb sie ihr Glück mit verschiedenen Methoden versuchen.

 

Die rosarote Brille aufsetzen

Sich die Welt einfach schönzureden, ist ein Mittel, was schnell zur Hand ist. Schon als kleine Kinder neigen wir dazu, uns die Dinge manchmal angenehmer zu reden als sie tatsächlich sind. Das sagt auch der amerikanische Evolutionsbiologe Robert Trivers. In seinem 2014 erschienenen Buch „Täuschung und Selbsttäuschung” belegt er, dass Selbstbetrug schon immer zu uns gehörte und bereits im Babyalter anfängt. Das Erstaunliche ist dabei: Diese Strategie hat durchaus wirkungsvolle Effekte! Selbsttäuschung kann uns für den Augenblick über die Realität hinwegtrösten. Mit der rosaroten Brille können wir uns unangenehme Verhaltensweisen anderer Menschen, eigene Entwicklungsthemen oder auch verfahrene Situationen verharmlosen. Hier und da ein bisschen Schummeln, kann sogar dazu führen, dass wir selbst voll und ganz von der geschönten Version überzeugt sind. Dann ist ja alles gut, oder?

Klar, mit Selbsttäuschung können wir uns manchmal besser fühlen. Laut Trivers können wir dadurch auch erfolgreicher als andere sein. Die Amerikaner sagen dazu auch „fake it, until you make it“. In der Tat bestimmen Glaubenssätze unsere Selbstwahrnehmung. Viele Glaubenssätze laufen unterbewusst, aber einige sind auch bewusst gewählt. Sicher ist es in manchen Bereichen kurzfristig von Vorteil, sich den Himmel blauer und den Alltag schöner zu reden. Langfristig wäre es aber ratsam, wenn die positiven Gedankenspiele auch von dazu passenden Taten begleitet würden. Wenn unsere Worte mit unserem Handeln übereinstimmen, sind wir authentisch. Dann können wir uns mit uns mit uns selbst wohlfühlen. Täuschen wir uns selbst, können wir manchmal Wahrheit nicht mehr von Dichtung unterscheiden. Wir gehen uns regelrecht selbst auf den Leim und treffen möglicherweise fatale Entscheidungen.

 

Selbsttäuschung führt nicht zu Stressabbau

Stressabbau Methoden

Unser Verstand lässt sich vielleicht noch beschummeln, aber unser Körper bleibt sich treu. Denn unser Körper zeigt klar und deutlich, wie es um unser Wohlbefinden wirklich bestellt ist. Das beweist ein Beispiel aus der Stressforschung. 1998 führte die Universität Stanford eine Studie durch, bei der 90 % aller Befragten angaben, keinen Stress zu empfinden. Ein nachfolgender Test auf Basis einer HRV-Messung (Herzratenvariabilitätsmessung) zeigte jedoch, dass 50 % der Probanden als gestresst eingestuft werden mussten!

 

Dein Körper gibt verlässliche Auskunft

Die winzigen Variationen in der Herzschlagfrequenz wurden mittels hochsensibler medizinischer Geräte auf Basis der EKG-Technik aufgezeichnet. Mittlerweile gibt es dafür schon einfache Testgeräte für den Hausgebrauch, die eine HRV-Messung über eine Armbanduhr oder durch einen PC durchführen können. Die Ausschläge der Messung zeigen in Ruhe-, Entspannungs- und Schlafphasen deutliche Unterschiede. In Entspannungsphasen sinkt die Herzschlagfrequenz stark ab. Bei Stress und körperlicher Anstrengung dagegen beschleunigt sich der Herzschlag. Die Impulse zur Beschleunigung bzw. Drosselung erhält das Herz vom vegetativen Nervensystem über den Sympathikus und den Parasympathikus.

 

Was bewirkt Stress im Körper?

Stressabbau Tipps

Der Sympathikus ist der sogenannte Arbeitsnerv, der uns antreibt. Sein Gegenpart, der Parasympathikus, ist unser Ruhe- und Entspannungsnerv.  Über diese beiden „Akteure” laufen 99 % aller Körpervorgänge ab. Wenn wir gestresst sind, gerät ihr ausgewogenes Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht. Der Sympathikus empfindet Stress als Gefahr und spannt wie in Flucht- oder in Kampfsituationen sofort die Muskeln an. Wir sind dann in Habachtstellung, jederzeit bereit, einen Sprint hinzulegen oder uns zu wehren. Parallel dazu drosselt der Parasympathikus die autonomen Körperfunktionen. Durchblutung, Zellversorgung, Verdauung sowie Sauerstoffversorgung werden drastisch heruntergefahren, um genug Energie für Kampf oder Flucht bereitzustellen. Jetzt hat der Körper jedoch keine Kapazitäten mehr zur Regeneration frei. Das ist vergleichbar mit einem Kriegsschiff, das im Gefechtszustand keine Abfallprodukte von Board geben und nichts mehr zur Versorgung aufnehmen kann. Wenn wir zu lange in diesem ‘Gefechtszustand’ bleiben, schaden wir uns massiv, schwächen unsere Immunzellen und die gesamte Zellversorgung. Diese funktionellen Störungen können die ersten Vorzeichen ernsthafter und potentiell chronischer Erkrankungen sein.

Unsere Alltagsbedingungen sind wenig einladend für Entspannung, was auch unser vegetatives Nervensystem spiegelt. Körperliche Störungen zeigen sich in veränderten Zeitabstände zwischen den einzelnen Herzschlägen. Umgekehrt wird auch der Erfolg spezieller Therapien über die HRV-Messung erkennbar. Nimmt der innere Stress ab, kommt es wieder zu einer Angleichung der Zeitabstände zwischen den einzelnen Herzschlägen. Zum Thema Stressabbau gibt es eine große Menge Therapieformen auf dem Markt. Es ist jedoch allgemeiner Konsens, dass eine gesunde Atmung immer mit Stressabbau zusammenhängt.

 

Die Atemtechnik des 21. Jahrhunderts

Mit der sogenannten brain+ Technologie zeigt sich eine sofortige Beruhigung der Atem- und auch der Pulsfrequenz. Die Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus wird wieder hergestellt. Es setzt also unmittelbar eine bessere Zellversorgung ein. Fast alle funktionellen Störungen hängen schlussendlich mit körperlichen Regelsystemen wie dem Nerven,- Immun-  oder Hormonsystem zusammen. Diese sind nicht willentlich beeinflussbar, sondern stehen in Wechselwirkung zueinander. Von der Regulation dieser Systeme hängt auch die Fähigkeit zur Selbstheilung ab. Die brain+ Technologie ist ein handliches Gerät, welches schon mehrfach international ausgezeichnet wurde. Tausende Anwender weltweit wissen die entspannenden Effekte zu schätzen. Stressabbau ist kein Wunschtraum: Mit dem Wissen um die biologische Bedeutung des Sauerstoffs und der entsprechenden Technologie können wir unserem Körper helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Glücklicherweise erkennen immer mehr Menschen, dass sie den Alltagsbedingungen nicht ausgeliefert sind. Besonders über die Atmung können wir ganz gezielt Einfluss auf unser Wohlbefinden nehmen.

Wenn du mehr über diese Technologie herausfinden möchtest, wirf doch mal einen Blick in Der kleine Atmos, unsere kleine aber feine Atembibel. Möchtest du das Thema Stressabbau direkt ganz pragmatisch für dich angehen, melde dich gern bei unserem kostenlosen Online Training an. Wir freuen uns, dich von der Theorie in die Praxis zu begleiten.

 

Alles Gute,

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Alberto Duque

    Guido und Marvin. ich glaube, dass dieser Artikel und die darauf folgenden sollten auch auf Spanisch übersetzt werden. Ich werde heute mit diesem: STRESSABBAU – MIT ATEMTECHNIK IN DIE ENTSPANNUNG anfangen, damit Ihr es auf die Homepage setzen könnt. Seid Ihr damit einverstanden?

    1. Marvin

      Melde dich gerne bei Guido oder bei mir, das ist eine grandiose Idee!

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