Herzqualitäten Rudolf Steiner

Inneres Gleichgewicht: 6 Tugenden für lebendige Herzensqualitäten

Harmonie, Herzlichkeit und Bewusstseinsentfaltung – das sind drei Eigenschaften, die angenehm klingen und sogar auch Hand in Hand gehen. Bestimmt seid ihr schon mal über den Begriff der Anthroposophie nach Rudolf Steiner gestolpert. „Anthroposophie“ stammt aus dem Griechischen und heißt wörtlich übersetzt: die Weisheit vom Menschen. Der anthroposophische Weg zur Selbsterkenntnis baut auf den Herzensqualitäten auf. Mit den sogenannten 6 Tugenden möchte Rudolf Steiner dazu einladen, die Qualitäten des Herzchakras zu entwickeln und zu vertiefen. Dazu gehören z. B. Klarheit, Vertrauen und Achtsamkeit. Ziel ist es, ein bewusstes Denken vom Herzen einzuüben, das in ein inneres Gleichgewicht mündet. Steiner sagt, die Entfaltung von Herzensqualitäten sei Vorbedingung für tiefergehende geistige Einsichten. Einsicht brauche die Klugheit des Herzens. Die Anthroposophie geht davon aus, dass die materiell erfahrbare Welt von einer geistigen Welt durchdrungen ist, so auch der Mensch. Denn nach Steiner besteht der Mensch nicht nur aus einem physischen Körper, sondern auch aus einem Ätherkörper, dem Astralleib und dem Ich.

 

Was sind die 6 Tugenden nach Rudolf Steiner?

Die 6 Tugenden sind Eigenschaften und Fähigkeiten, die in kleinen Schritten tagtäglich ohne viel Aufwand eingeübt werden können. Sie aktivieren die Qualitäten des Herzchakras und öffnen den Zugang zu feineren Wahrnehmungsebenen. Nun stellen wir dir die 6 Tugenden vor. Diese kannst du leicht in deinen Alltag integrieren:

 

1. Gedankenkontrolle

Die Gedanken rattern und rattern – das gilt als normal. Halte einmal am Tag für eine Minute inne und stoppe das Gedankenkarussell. Stelle dir ein bestimmtes Wort, bsp. „Schiff“ vor. Denke bewusst an Begriffe, die mit diesem Wort zu tun haben, z. B. an Meer, Segel, Ruder etc.: Du nimmst also das Steuer deiner Gedanken in die eigene Hand und navigierst dich aktiv auf den gewünschten Kurs. Bereits nach einer Minute führt diese Übung zu einer Harmonisierung des physischen Körpers mit dem ätherischen Körper. Der ätherische Körper ist unser feinstofflicher Energiekörper, in den die Chakren, unsere Energiezentren, eingebettet sind. Da unsere Chakren direkt auf unsere Gedanken reagieren, können wir sie auch gezielt positiv beeinflussen, was sich wiederum auch positiv auf unseren physischen Körper auswirkt. Und was du durch die Tugend der Gedankenkontrolle noch bewirken kannst: Du gewinnst die nützliche Fähigkeit, deinen Fokus zu setzen und ein für dich wichtiges Thema ohne hinderliches Gedankengequassel voranzubringen. Dann heißt es volle Fahrt voraus!

 

2. Initiative des Handelns

inneres Gleichgewicht findenBei der zweiten Tugend geht es darum, sich bewusst und regelmäßig für kleine Handlungen zu  entscheiden, die wir uns aus freien Stücken selbst ausgesucht haben. Diese Handlungen sollen dann auch diszipliniert durchgeführt werden. Steiner möchte damit die Fähigkeit und das Bewusstsein dafür trainieren, dass wir aus erlernten Routinen ausbrechen können. Auch, wenn es sich vielleicht manchmal so anfühlt, sind wir nicht das Produkt unserer familiären oder gesellschaftlichen Konditionierungen. Denn wir können freie Entscheidungen treffen. Auch das ist eine Frage der Gewohnheit. Mit der Initiative des Handelns kann das Bewusstsein für unsere Entscheidungsfreiheit und unsere Initiativkraft wachsen. Dadurch können wir auch im Alltag Entscheidungen treffen, die uns wirklich entsprechen und diese dann auch proaktiv umsetzen. Bereits kleine regelmäßige Handlungen können diesen Effekt auslösen. Z. B. könnten wir uns bewusst dazu entscheiden, zu jedem Abendbrot eine Kerze anzuzünden. Mit der Initiative des Handelns können wir uns gezielt regelmäßig kleine Freuden machen. Mit selbstgewählten schönen Ritualen können wir gleichzeitig ganz nebenbei einüben, immer leichter aus übernommenen Mustern auszubrechen. Dadurch können wir im alltäglichen Leben eine Fülle neuer Handlungs- und Erfahrungsmöglichkeiten generieren.

 

3. Gelassenheit

Nach Steiner heißt Gelassenheit, nicht in emotionalen Extremen verloren zu gehen: Weder im Freudentaumel noch im Schmerz. Ohne emotionale Achterbahnfahrten werde das Leben aber nicht langweilig, sondern intensiver. Die Wahrnehmung werde feiner und öffne sich für subtilere Ebenen.  Das ist vergleichbar damit, ganz neue exquisite Geschmacksnuancen kennenzulernen. Stell dir vor, du kostet eine dir unbekannte exotische Frucht, deren Aroma deine Sinne angenehm prickeln und aufleben lässt. Mit mehr Gelassenheit kannst du Kleinigkeiten bemerken, die dir vorher entgangen wären. Vielleicht genießt du plötzlich, wie sich dein Körper bewegt und du spürst, wie geschmeidig deine Muskeln zusammenspielen. Vielleicht erfreust du dich daran, wenn klare belebende Waldluft in deine Lunge strömt. Wenn dich jemand offen anlächelt, bemerkst du vielleicht, wie sich die Atmosphäre eines ganzen Ortes aufhellen kann. Gelassenheit kann den Raum dafür öffnen, die kleinen Schätze und Reichtümer in dir und um dich herum zu entdecken. Das sind Momente, in denen neue Universen Gestalt annehmen.

 

4. Unbefangenheit

Die Tugend der Unbefangenheit liegt dainneres Gleichgewicht wiederfindenrin, das Gute und Schöne zu sehen. Das heißt nicht, mit  oberflächlich rosagetönter Brille herumzulaufen, sondern danach zu suchen, was einem tatsächlich ehrlich gefällt: Die Intention lenkt den Blick und die Aufmerksameit. Unsere Intention ist wie ein Fischernetz, dass wir an bestimmten Stellen auswerfen und damit auch die dazugehörigen Eindrücke an Land ziehen. Z. B. könntest du dir vornehmen, an drei fremden Menschen, die dir am Tag begegnen, etwas Schönes zu entdecken: Ein charakterstarkes Gesicht, eine liebenswürdige Geste, eine interessante Frisur, oder erfrischend originelle Socken. Gelingt es dir, etwas aufrichtig am anderen schön zu finden, wirst du durch dieses Wohlwollen auch selbst für diesen anderen Menschen sympathisch. Was für ein toller Nebeneffekt! Die Tugend der Unbefangenheit ist wie ein Magnet und potenziert sich. Probier es einfach mal aus.

 

5. Glaube

Nach Rudolf Steiner ist Glaube die Bereitschaft, sich auf Ungewöhnliches und Neues einzulassen. Der eigene Glaube sollte nicht durch vergangene Erfahrungen eingefärbt und begrenzt sein. Um das zu veranschaulichen, nennt er folgendes Beispiel: Jemand behauptet, ein Kirchturm könne sich um 45 Grad neigen, anstatt wie eh und je senkrecht in den Himmel zu ragen. Normalerweise würde niemand einer solchen Behauptung Glauben schenken. Steiner sagt jedoch: Auf dem Weg zu höherer spiritueller Erkenntnis sei es essentiell, die Bereitschaft und Offenheit für neue Erfahrungen zu entwickeln. Dafür sei es Voraussetzung, auch scheinbar „Unmögliches“ glauben zu können. Der Kirchturm ist ein symbolisches Beispiel dafür. Diese Bereitschaft, auch scheinbar „Unmögliches“ glauben zu können, versetzt in die Lage, neue Erfahrungen voll und ganz zulassen zu können. Steiner vergleicht diesen Glauben mit einem Vogel, der voller Vorfreude etwas außergewöhnlich Schönes und Unbekanntes ausbrütet.

 

6. Inneres Gleichgewicht

Werden die 5 Tugenden regelmäßig praktiziert, entsteht ein inneres Gleichgewicht: Mit Gedankenkontrolle, der Initiative des Handelns, Gelassenheit, Unbefangenheit und Glaube entsteht automatisch der Nährboden für die 6. Tugend. Mit fortschreitender Praxis der 5 Tugenden entwickelt und vertieft sich das innere Gleichgewicht, bis es ganz natürlich dazu gehört. Beim Üben der 5 Tugenden kommt es wie beim Fahrradfahren auf das angemessene Tempo an – weder rasend schnell durch die Gegend wetzen noch im Schneckentempo dahinschleichen. Beides führt früher oder später zu Instabilität und Umkippen – lieber kontinuierlich und bedächtig voranradeln, den Fahrtwind und die Landschaft drumherum genießen. Das ist ein gutes Übungsbild. Damit können die 5 Tugenden nachhaltig wachsen. Inneres Gleichgewicht, die 6. Tugend, reift dann ohne viel Zutun zu feinen Früchten heran.

 

brain+ – ein Plus für inneres Gleichgewicht

inneres Gleichgewicht verlorenVielleicht hast du jetzt Lust bekommen, etwas auszusähen und Früchte nach deinem Geschmack zu ernten – liebliche Herzkirschen, aromatische Wildheidelbeeren oder etwas ganz anderes? Oder vielleicht hast du auch den Impuls, einfach mal kreativ mit diesen Anregungen zu experimentieren. Welche der 6 Tugenden spricht dich besonders an und warum? Hast du eine spontane Idee, wie du ihr in deinem Alltag Gestalt geben könntest? Wenn du dein inneres Gleichgewicht darüber hinaus gezielt fördern möchtest, haben wir einen Tipp für dich: Mit der brain+ Technologie kannst du deine Körperzellen über die Atmung mit energiereichem Sauerstoff versorgen, wodurch der Körper von innen heraus in eine Balance kommt. Der kleine Atmos verrät dir, weshalb du deinen Organismus mit energiereicher Atemluft vitalisieren und sogar verjüngen kann. Wenn du die Initiative des Handelns nach Rudolf Steiner praktizieren und ein schönes tägliches Ritual mit positiven Auswirkungen auf deine Gedankenkontrolle etablieren möchtest : In nur 21 Minuten, kannst du deine Gehirnleistung um 25% steigern. Schau dazu gern bei unserem kostenlosen Online Training vorbei.

 

Alles Gute

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